Zwischen Gebäuden und über längere Strecken fast immer Singlemode (OS2). Im Rechenzentrum ist Multimode bei kurzen Strecken oft wirtschaftlich.
Die Frage kommt bei fast jedem Projekt. Die kurze Antwort: Zwischen Gebäuden und über längere Strecken fast immer Singlemode. Innerhalb eines Rechenzentrums oder Serverraums ist Multimode häufig wirtschaftlich.
Die Unterschiede in einem Satz
Singlemode-Fasern haben einen sehr dünnen Kern und führen das Licht nahezu verlustfrei über viele Kilometer. Multimode-Fasern haben einen dickeren Kern; das macht Sender und Steckverbinder einfacher, begrenzt aber die Reichweite bei hohen Datenraten auf einige hundert Meter.
Wann Singlemode?
- Verbindungen zwischen Gebäuden, auf dem Campus oder in der Stadt
- Strecken, die länger als ein paar hundert Meter sind
- Wenn die Verkabelung mehrere Generationen von Netzwerktechnik überdauern soll
- FTTH und Anbindung an Netzbetreiber
Wann Multimode?
- Kurze Verbindungen im Rechenzentrum (Rack zu Rack, Reihe zu Reihe)
- Bestehende Multimode-Infrastruktur, die erweitert wird
- Wenn viele parallele Verbindungen mit MTP/MPO-Trunks gebraucht werden
Und die Kosten?
Das Kabel selbst ist kaum noch der Preistreiber. Entscheidend sind die Transceiver – bei kurzen Strecken sind Multimode-Optiken oft günstiger. Über die Lebensdauer einer Gebäudeverkabelung ist Singlemode dagegen meist die sicherere Wahl, weil künftige Datenraten über die gleiche Faser laufen.
Unser Rat
Für Gebäude- und Campusverbindungen: Singlemode OS2. Im Rechenzentrum: Anwendung und geplante Datenraten prüfen und dann entscheiden. Mit dem Dämpfungsbudget-Rechner können Sie überschlagen, ob Ihre Strecke für eine Anwendung reicht – und im Vergleich Cat vs. Glasfaser, ab wann Kupfer nicht mehr genügt.
